Nach Rebellen-Offensive aus dem Norden: Diktator Assad jetzt auch im Süden unter Druck

Startseite Politik Nach Rebellen-Offensive aus dem Norden: Diktator Assad jetzt auch im Süden unter Druck Stand: 06.12.2024, 20:34 Uhr Von: Bedrettin Bölükbasi Kommentare Drucken Teilen Die Rebellen stoßen in Syrien vom Norden in Richtung Damaskus vor. Im Süden haben indes lokale Rebellen dutzende Orte ebenfalls eingenommen. Für Assad wird es eng. Damaskus – Der syrische Diktator
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Nach Rebellen-Offensive aus dem Norden: Diktator Assad jetzt auch im Süden unter Druck

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Die Rebellen stoßen in Syrien vom Norden in Richtung Damaskus vor. Im Süden haben indes lokale Rebellen dutzende Orte ebenfalls eingenommen. Für Assad wird es eng.

Damaskus – Der syrische Diktator Baschar al-Assad und seine Armee versuchen aktuell verzweifelt, die Offensive der Rebellen aufzuhalten. Die Einnahme von Städten wie Aleppo und Hama hat die Regierung in Damaskus schwer getroffen. Binnen einer Woche hat das Regime Beobachtern zufolge ein Gebiet von mindestens 14.000 Quadratkilometern verloren. Und es scheint kein Ende zu nehmen: Die Rebellen stehen vor Homs nördlich von Damaskus. Jetzt muss das Regime zusätzlich noch mit Aufständen im Süden kämpfen.

News zu Krieg in Syrien: Assad auch aus dem Süden unter Druck

Die Entwicklungen in den südlichen Regionen Daraa und As-Suwaida kamen fast so schlagartig wie die Offensive und Einnahme von Aleppo. Lokale Rebellengruppen starteten separate Aufstände und vertrieben Regime-Soldaten aus ihren Dörfern und Siedlungen. Am Freitag (6. Dezember) kam schließlich eine entscheidende Entwicklung. Die Rebellen, die bislang separat operierten, gründeten einen gemeinsamen Operationssaal.

Der Operationssaal mit dem Namen „Kampf zum Zerbrechen der Ketten“ veröffentlichte auch sofort eine Erklärung. Darin hieß es: „Unser Ziel ist Damaskus.“ Ähnlich hatte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan geäußert. Von ihm hieß es ebenso, dass das finale Ziel der Rebellen Damaskus sei.

Syrien im Krieg: Rebellen schlagen jetzt auch im Süden zu

Dutzende Dörfer und Siedlungen sowie die Stadt Suwaida wurden eingenommen. Auch das Zentrum von Daraa haben die Rebellen so gut wie unter ihre Kontrolle gebracht. Bei den Angriffen auf das Assad-Regime wurden zudem mehrere Stützpunkte und militärische Kontrollpunkte eingenommen. Somit fielen auch viele Panzer und große Mengen an Waffen und Munition in die Hände der Rebellen. Alle wichtigen Institutionen in Suwaida und strategische Punkte in Daraa sind unter Kontrolle der Rebellen. Auch ein Grenzübergang nach Jordanien in Nasseb wurde gesichert.

Die Soldaten des Assad-Regimes leisten bislang keinen bedeutenden Widerstand. Vor allem in Suwaida, aber auch Daraa ergeben sie sich massenhaft. Mehrere Videos belegen, wie die Soldaten des Regimes entweder zu den Rebellen übergelaufen sind oder sich mit ihren Waffen ergeben haben. Im Gegenzug versichern die Aufständischen, dass die Soldaten, die sich ergeben, nicht zu Schaden kommen würden.

Rebellen feiern Erfolge in Daraa

Mit den Erfolgen der Rebellen in Daraa ist eine neue Front gegen das Assad-Regime in Damaskus eröffnet worden. Jetzt müssen seine verbliebenen Truppen und iranische Milizen den syrischen Machthaber nicht nur gegen die Offensive aus dem Norden, sondern auch aus dem Süden verteidigen. Sollten die Rebellen in beiden Richtungen weitere Erfolge verzeichnen, dann droht für Assad eine Belagerung von Damaskus aus zwei Richtungen.

Daraa und Suwaida sind dabei symbolisch bedeutend für die syrische Revolution. Die ersten Demonstrationen gegen das Regime fanden im Jahr 2011 in diesen Regionen statt. Zugleich verübte das Regime von Baschar al-Assad die ersten Massaker genau gegen diese Orte. Um Daraa wurde es in den letzten Jahren nie ruhig: Die Revolutionären dort weigerten sich, Assad als ihren Staatschef anzunehmen. Jetzt haben sie die Chance, nach Damaskus vorzurücken. (bb)

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